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Prolapse
Gynäkologie

Senkung / Prolaps

Facharzt: Assist. Prof. Dr. Muzaffer Uçarer — Frauenheilkunde und Geburtshilfe · IVF und Reproduktionsmedizin  ·  Zuletzt aktualisiert: June 2026
Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte besprechen Sie Ihre individuelle Situation mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Vaginale Senkung (Prolaps) ist ein sehr häufiges Krankheitsbild, das besonders Frauen betrifft, die entbunden haben. Etwa die Hälfte aller Mütter erlebt in einem gewissen Grad einen Beckenorganprolaps. Obwohl eine Behandlung nicht immer erforderlich ist, sollten Sie eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen aufsuchen, wenn Sie den Verdacht auf eine vaginale Senkung haben oder Beschwerden verspüren.

Was verursacht eine Senkung (Prolaps)?

Ein Prolaps entsteht, wenn das Stützgewebe Ihrer Beckenorgane zu schwach wird. Die Organe können dann aus ihrer normalen Position gleiten und in Richtung Scheide absinken. In schweren Fällen ist eine durch diese Organe gebildete Vorwölbung außerhalb des Körpers sichtbar. Ein Prolaps kann die Harnblase, die Gebärmutter, den Gebärmutterhals und den Darm betreffen.

Zu den Risikofaktoren zählen höheres Lebensalter, Geburtsvorgeschichte, Übergewicht, Myome (Gebärmuttermyome) oder Eierstockzysten (Ovarialzysten), frühere Beckenoperationen wie eine Hysterektomie oder Gebärmutterentfernung, chronische Belastung durch körperliche Arbeit oder Verstopfung sowie gewebsschwächende Erkrankungen wie Gelenküberbeweglichkeit.

Symptome

Symptome können sein: das Gefühl, dass etwas in die Scheide herabsinkt, sichtbare Vorwölbungen, ein Fremdkörpergefühl in oder um die Scheide, sexuelle Beschwerden sowie Harnwegsprobleme wie veränderte Miktionshäufigkeit oder Harnverlust. Manche Senkungen verursachen jedoch keinerlei wahrnehmbare Beschwerden und werden erst bei einer routinemäßigen gynäkologischen Untersuchung entdeckt.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine einfache gynäkologische Untersuchung, bei der die Ärztin oder der Arzt die Beschwerden erhebt und eine interne Beckenuntersuchung durchführt, um auf Vorwölbungen oder Senkungen zu prüfen.

Behandlungsoptionen

Zu den Behandlungsoptionen gehören ein vaginales Pessar zur Unterstützung des abgesenkten Organs, ein operativer Eingriff, eine Gebärmutterentfernung bei Gebärmuttervorfall sowie Maßnahmen zur Lebensstiländerung, darunter Gewichtsreduktion, ballaststoffreiche Ernährung, Vermeiden schwerer Lasten und Beckenbodenübungen.

Preise

  • Zystozelen-Korrektur — €3,500
  • Rektozelen-Korrektur — €3,500

Die Operationspreise beinhalten Beratung, Anästhesie, präoperative Untersuchungen und den Eingriff.

Unsere medizinischen Preise sind fest; Ihr genauer All-inclusive-Preis wird nach Ihrer Beratung schriftlich bestätigt. Sehen Sie unsere vollständige Preisliste →

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Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen

Das häufigste Empfinden ist ein Gefühl von Schwere, Druck oder ein 'Herabsinken' im Scheidenbereich — das sich gegen Ende des Tages oder bei längerem Stehen verstärken kann. Manche Frauen bemerken eine sichtbare Vorwölbung. Auch Harnwegs-, Darm- oder sexuelle Beschwerden können auftreten.

Die häufigste Ursache ist eine Geburt (insbesondere vaginale Entbindungen und große Babys), die die Beckenbodenmuskulatur und die Bänder schwächt. Auch die Wechseljahre (vermindertes Östrogen), chronische Verstopfung, schweres Heben und Übergewicht sind begünstigende Faktoren.

Ja. Beckenbodenphysiotherapie, Beckenbodenübungen (Kegel-Übungen) und vaginale Pessare (stützende Hilfsmittel) sind bei leichtem bis mittelschwerem Prolaps wirksam. Eine Operation wird empfohlen, wenn die konservative Therapie nicht ausreicht oder die Patientin eine endgültige Behandlung bevorzugt.

Zu den Optionen gehören die vordere und hintere Scheidenreparatur, die sakrospinale Ligamentfixation und die laparoskopische Sakrokolpopexie (Anhebung des Scheidengipfels mithilfe eines Netzes). Die Wahl hängt von Art und Schwere des Prolapses, dem Alter der Patientin und dem Kinderwunsch ab.

Die Erfolgsraten operativer Eingriffe sind hoch — für die meisten Verfahren liegt die Langzeitheilungsrate bei etwa 80–90 %. Das Rückfallrisiko wird durch die Behandlung begünstigender Faktoren (Verstopfung, Gewicht, Beckenbodentraining) und die Wahl des am besten geeigneten operativen Verfahrens für jede Patientin minimiert.

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