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Recurrent Miscarriage Management
Gynäkologie

Betreuung bei wiederholten Fehlgeburten

Facharzt: Assist. Prof. Dr. Muzaffer Uçarer — Frauenheilkunde und Geburtshilfe · IVF und Reproduktionsmedizin  ·  Zuletzt aktualisiert: June 2026
Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte besprechen Sie Ihre individuelle Situation mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die meisten Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten haben, werden anschließend gesunde Schwangerschaften erleben, obwohl etwa 1 % der Paare von wiederholten Fehlgeburten betroffen sind. Spezialisten können dabei helfen, mögliche Ursachen zu identifizieren und Paare bei künftigen Schwangerschaftsversuchen zu begleiten.

Paare sollten nach drei oder mehr aufeinanderfolgenden Fehlgeburten eine fachärztliche Abklärung in Betracht ziehen, da eine zugrunde liegende Ursache diagnostiziert und behandelt werden kann.

Mögliche Ursachen

Zu den möglichen Ursachen zählen genetische Störungen, hormonelle Ungleichgewichte im Zusammenhang mit Erkrankungen wie dem PCOS (polyzystisches Ovarialsyndrom), Fehlbildungen der Gebärmutter, Gebärmutterhalsschwäche, Gerinnungsstörungen mit Auswirkungen auf die Durchblutung der Plazenta sowie das Antiphospholipid-Syndrom. In etwa der Hälfte aller Fälle von wiederholten Fehlgeburten kann jedoch keine spezifische Diagnose gestellt werden, und dennoch gelingt vielen Paaren eine erfolgreiche Schwangerschaft.

Diagnose und Behandlung

Zur diagnostischen Abklärung gehören Blutuntersuchungen auf Gerinnungsstörungen, genetische Analysen beider Partner, gynäkologischer Ultraschall, Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) und Laparoskopie. Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach den festgestellten Ursachen und können Medikamente wie Aspirin oder Heparin, die Behandlung gynäkologischer Erkrankungen, genetische Beratung, Überwachung des Gebärmutterhalses mit möglicher Cerclage, operative Korrektur von Gebärmutterfehlbildungen oder eine engmaschige Betreuung in der Frühschwangerschaft umfassen.

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Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen

Von wiederholten Fehlgeburten spricht man bei drei oder mehr aufeinanderfolgenden Schwangerschaftsverlusten vor der 24. Schwangerschaftswoche. Manche Spezialisten beginnen die Abklärung bereits nach zwei Verlusten, insbesondere bei älteren Frauen oder bei Vorliegen spezifischer Risikofaktoren. Betroffen sind etwa 1 % aller Paare.

Zu den identifizierbaren Ursachen zählen chromosomale Veränderungen beim Embryo oder bei einem der Partner, Fehlbildungen der Gebärmutter (Uterusseptum, Myome, Polypen, Asherman-Syndrom), das Antiphospholipid-Syndrom (eine Gerinnungsstörung) sowie Schilddrüsenerkrankungen. In bis zu 50 % der Fälle wird trotz umfassender Untersuchung keine Ursache gefunden.

Zur umfassenden Abklärung gehören die Chromosomenanalyse (Karyotypisierung) beider Partner, die Beurteilung der Gebärmutter (Hysteroskopie, 3D-Ultraschall oder MRT), die Bestimmung von Antiphospholipid-Antikörpern und weiteren Gerinnungsparametern, die Schilddrüsenfunktionsdiagnostik sowie in ausgewählten Fällen die Untersuchung der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen).

Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Ursache: Das Antiphospholipid-Syndrom wird mit Aspirin und niedermolekularem Heparin behandelt; Fehlbildungen der Gebärmutter werden operativ korrigiert; Schilddrüsenerkrankungen werden medikamentös therapiert; bei chromosomalen Veränderungen kann eine Präimplantationsdiagnostik (PGT) im Rahmen einer IVF-Behandlung (In-vitro-Fertilisation) in Betracht gezogen werden. Eine Progesteronergänzung in der Frühschwangerschaft kann bei manchen Frauen das Fehlgeburtsrisiko ebenfalls senken.

Selbst ohne gefundene Ursache und ohne Behandlung erzielen etwa 65–70 % der betroffenen Paare eine erfolgreiche Schwangerschaft. Bei Behandlung identifizierbarer Ursachen sind die Ergebnisse deutlich besser. Emotionale Unterstützung und eine engmaschige fachärztliche Betreuung während der weiteren Schwangerschaften sind ein wichtiger Bestandteil der Versorgung.

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