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Micro TESE
Künstliche Befruchtung (IVF)

Mikro-TESE

Facharzt: Assist. Prof. Dr. Muzaffer Uçarer — Frauenheilkunde und Geburtshilfe · IVF und Reproduktionsmedizin  ·  Zuletzt aktualisiert: June 2026
Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte besprechen Sie Ihre individuelle Situation mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Männliche Unfruchtbarkeit betrifft etwa die Hälfte aller Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Wenn beim Mann eine Azoospermie (vollständiges Fehlen von Spermien im Ejakulat) oder andere Erkrankungen vorliegen, die eine natürliche Konzeption verhindern, ist eine Spermiengewinnung aus dem Hodengewebe erforderlich – als Grundlage für assistierte Reproduktionsverfahren wie die ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion).

Hodenbiopsie

Eine Hodenbiopsie dient der Abklärung, ob die Spermienproduktion beeinträchtigt ist oder ob ein Verschluss verhindert, dass Spermien im Spermiogramm nachweisbar sind. Beim TESE-Verfahren (Testicular Sperm Extraction, testikuläre Spermienentnahme) werden kleine Gewebeproben aus mehreren Hodenbereichen entnommen, um spermienproduzierende Areale zu identifizieren.

Ablauf der Mikro-TESE

Die Mikro-TESE stellt eine weiterentwickelte Variante dar, die unter direkter mikroskopischer Sicht durchgeführt wird. Anstelle einer ungerichteten Probenentnahme untersucht der Operateur das Hodengewebe unter optischer Vergrößerung und entnimmt gezielt Proben aus jenen Bereichen, die Zeichen aktiver Spermienproduktion aufweisen. Dieser gezielte Ansatz reduziert die Gewebeschäden und verbessert gleichzeitig die Spermienfindungsrate.

Erfolgsraten

Bei Männern mit eingeschränkter Spermienproduktion (nicht-obstruktive Ursache) liegen die Erfolgsraten der Mikro-TESE zwischen 36 und 68 %. Der Eingriff umfasst das Öffnen der Hodenhülle, die Entnahme von Gewebeproben unter mikroskopischer Führung sowie den sorgfältigen Verschluss der Inzision mit Nähten.

Diese Methode minimiert Gefäßverletzungen im Vergleich zur konventionellen TESE und unterstützt die Embryologen dabei, lebensfähige Spermien auch aus kleinsten Gewebeproben zu identifizieren.

Preise

  • €2,000

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Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen

Die Mikro-TESE (Microsurgical Testicular Sperm Extraction, mikrochirurgische testikuläre Spermienentnahme) ist ein mikrochirurgischer Eingriff, bei dem mithilfe eines Operationsmikroskops spermienproduzierende Tubuli direkt im Hoden identifiziert und entnommen werden. Sie wird eingesetzt, wenn im Ejakulat keine Spermien vorhanden sind (Azoospermie) und die Ursache in einer gestörten oder fehlenden Spermienproduktion liegt.

Die Mikro-TESE wird bei Männern mit nicht-obstruktiver Azoospermie (NOA) durchgeführt – d. h. wenn die Spermienproduktion aufgrund eines primären Hodenversagens, genetischer Faktoren oder hormoneller Ursachen beeinträchtigt oder vollständig ausgeblieben ist. Bei einer obstruktiven Azoospermie, bei der ein Verschluss die Ursache darstellt, sind einfachere Verfahren ausreichend, sodass die Mikro-TESE in diesen Fällen nicht erforderlich ist.

Bei nicht-obstruktiver Azoospermie liegen die Spermienfindungsraten der Mikro-TESE zwischen 40 und 60 % – deutlich höher als bei der konventionellen Hodenbiopsie (20–30 %). Dies ist darauf zurückzuführen, dass die mikroskopische Vergrößerung die aktivsten spermienbildenden Areale sichtbar macht, die andernfalls nicht erkennbar wären.

Ja. Die im Rahmen der Mikro-TESE gewonnenen Spermien können kryokonserviert (eingefroren) werden, um sie für mehrere ICSI-Zyklen nutzen zu können, ohne den Eingriff wiederholen zu müssen. Werden keine Spermien gefunden, wird als alternativer Weg zur Elternschaft die Verwendung von Spenderspermien für die ICSI besprochen.

Die Mikro-TESE wird in Vollnarkose als ambulanter Eingriff durchgeführt. Leichte Beschwerden und Schwellungen klingen in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab. Auf körperlich anstrengende Aktivitäten sollte für 2 bis 4 Wochen verzichtet werden. Bei einem Nachsorgetermin werden die Heilung überprüft und die nächsten Schritte in Abhängigkeit vom Ergebnis der Spermiengewinnung besprochen.

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