Eine Kolposkopie ist ein Eingriff, bei dem ein spezielles Instrument den Gebärmutterhals untersucht. Sie wird typischerweise nach auffälligen Ergebnissen des Zellabstrichs (Pap-Abstrichs) durchgeführt, um festzustellen, ob eine weitere Behandlung zur Entfernung veränderter Zellen erforderlich ist.
Gründe für eine Kolposkopie
Der Eingriff kann empfohlen werden, wenn bei der routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung veränderte Zellen festgestellt wurden, die Ergebnisse des Zellabstrichs nicht eindeutig sind, ungewöhnliche Befunde bei der Untersuchung auftreten oder Symptome wie abnorme Blutungen vorliegen. Ein auffälliger Befund erfordert eine Abklärung, um die zugrunde liegende Ursache und die geeignete Behandlung zu ermitteln.
Was Sie erwartet
Während des Eingriffs wird ein Spekulum verwendet, um Zugang zur Scheide zu ermöglichen – ähnlich wie bei einem regulären Zellabstrich. Ein spezielles Mikroskop, das sogenannte Kolposkop, wird positioniert, um den Gebärmutterhals zu betrachten, ohne den Körper zu berühren. Der Arzt bzw. die Ärztin kann eine spezielle Flüssigkeit auftragen, um veränderte Zellen sichtbar zu machen, und gegebenenfalls eine Gewebeprobe (Biopsie) zur Laboranalyse entnehmen. Die Untersuchung dauert in der Regel 15–20 Minuten.
Ergebnisse
Die Ergebnisse bestimmen, ob weitere Untersuchungen oder eine Behandlung erforderlich sind. Veränderte Zellen können häufig während des Eingriffs in lokaler Betäubung entfernt werden; bei größeren betroffenen Bereichen kann jedoch eine Operation notwendig sein. Erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte für Gynäkologie geben Empfehlungen und führen die notwendigen Eingriffe zur Entfernung durch.
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