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Cryo Procedure
Gynäkologie

Kryotherapie (Vereisungsbehandlung)

Facharzt: Assist. Prof. Dr. Muzaffer Uçarer — Frauenheilkunde und Geburtshilfe · IVF und Reproduktionsmedizin  ·  Zuletzt aktualisiert: June 2026
Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte besprechen Sie Ihre individuelle Situation mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Kryotherapie (Vereisungsbehandlung) ist ein unkomplizierter Eingriff, bei dem Gefriertemperaturen eingesetzt werden, um abnormale Zellen am Gebärmutterhals zu beseitigen. Dabei werden die betroffenen Zellen schnell eingefroren und zerstört; ein kleiner Bereich des umliegenden gesunden Gewebes ist dabei geringfügig mitbetroffen.

Dieser Eingriff wird für Patientinnen empfohlen, bei denen ein auffälliger Zellabstrich (Pap-Abstrich) durch eine Kolposkopie bestätigt wurde – insbesondere wenn die Auffälligkeiten im unteren Bereich des Gebärmutterhalses liegen. Darüber hinaus können damit auch Wucherungen an der Gebärmutterhalsschleimhaut behandelt werden, die Beschwerden, Blutungen oder Ausfluss verursachen.

Der Termin dauert in der Regel etwa 30 Minuten. Mit einem Spekulum wird der Gebärmutterhals zugänglich gemacht, und es kann ein Betäubungsmittel aufgetragen werden. Flüssiges Kohlendioxid wird anschließend über eine Sonde auf die betroffenen Zellen geleitet und gefriert diese für mehrere Minuten ein. Patientinnen können während des Eingriffs leichte Beschwerden oder Krämpfe verspüren.

Nach der Behandlung können Patientinnen ihre normalen Aktivitäten am nächsten Tag wieder aufnehmen, sollten jedoch für 2–3 Wochen mit wässrigem Vaginalausfluss rechnen. Bei der Menstruation werden Binden gegenüber Tampons empfohlen, und sexuelle Aktivität sollte während der Erholungsphase vermieden werden. Für mehrere Monate nach dem Eingriff sind regelmäßige Kontrollabstriche erforderlich, um die vollständige Beseitigung der abnormalen Zellen zu bestätigen. Der Eingriff weist hohe Erfolgsquoten auf; bei den meisten Patientinnen ist nur eine einzige Behandlung notwendig.

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Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen

Die Kryotherapie (auch Kryochirurgie oder Kältebehandlung genannt) nutzt extreme Kälte, um abnormale Zellen am Gebärmutterhals einzufrieren und zu zerstören. Sie wird zur Behandlung von niedrig- bis mittelgradigen Gebärmutterhalsveränderungen (CIN 1–2) eingesetzt, die durch Kolposkopie und Biopsie festgestellt wurden.

Die meisten Patientinnen erleben während des Eingriffs leichte bis mäßige Krämpfe, die Regelschmerzen ähneln. Der Eingriff dauert etwa 3–5 Minuten und erfordert keine Narkose. Ein im Voraus eingenommenes Schmerzmittel kann helfen, die Beschwerden zu lindern.

Ein wässriger Ausfluss ist für 2–4 Wochen nach dem Eingriff normal, da das behandelte Gewebe heilt. Vermeiden Sie Tampons, Schwimmen und Geschlechtsverkehr für 4 Wochen. Leichte Krämpfe können für 1–2 Tage auftreten.

Die Kryotherapie behandelt CIN (zervikale intraepitheliale Neoplasie) in etwa 85–90 % der Fälle erfolgreich. Kontrollabstriche werden 6 Monate und 12 Monate nach dem Eingriff durchgeführt, um die Beseitigung der abnormalen Zellen zu bestätigen.

Die Kryotherapie hat nur minimale Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Es besteht ein sehr geringes theoretisches Risiko kleinerer Veränderungen am Gebärmutterhals, die die Schleimproduktion beeinflussen könnten; in der Praxis wirkt sich dies jedoch selten auf die Empfängnisfähigkeit aus. Wenn Sie Bedenken hinsichtlich einer künftigen Schwangerschaft haben, können diese gerne in Ihrer Sprechstunde besprochen werden.

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