Die Kryotherapie (Vereisungsbehandlung) ist ein unkomplizierter Eingriff, bei dem Gefriertemperaturen eingesetzt werden, um abnormale Zellen am Gebärmutterhals zu beseitigen. Dabei werden die betroffenen Zellen schnell eingefroren und zerstört; ein kleiner Bereich des umliegenden gesunden Gewebes ist dabei geringfügig mitbetroffen.
Dieser Eingriff wird für Patientinnen empfohlen, bei denen ein auffälliger Zellabstrich (Pap-Abstrich) durch eine Kolposkopie bestätigt wurde – insbesondere wenn die Auffälligkeiten im unteren Bereich des Gebärmutterhalses liegen. Darüber hinaus können damit auch Wucherungen an der Gebärmutterhalsschleimhaut behandelt werden, die Beschwerden, Blutungen oder Ausfluss verursachen.
Der Termin dauert in der Regel etwa 30 Minuten. Mit einem Spekulum wird der Gebärmutterhals zugänglich gemacht, und es kann ein Betäubungsmittel aufgetragen werden. Flüssiges Kohlendioxid wird anschließend über eine Sonde auf die betroffenen Zellen geleitet und gefriert diese für mehrere Minuten ein. Patientinnen können während des Eingriffs leichte Beschwerden oder Krämpfe verspüren.
Nach der Behandlung können Patientinnen ihre normalen Aktivitäten am nächsten Tag wieder aufnehmen, sollten jedoch für 2–3 Wochen mit wässrigem Vaginalausfluss rechnen. Bei der Menstruation werden Binden gegenüber Tampons empfohlen, und sexuelle Aktivität sollte während der Erholungsphase vermieden werden. Für mehrere Monate nach dem Eingriff sind regelmäßige Kontrollabstriche erforderlich, um die vollständige Beseitigung der abnormalen Zellen zu bestätigen. Der Eingriff weist hohe Erfolgsquoten auf; bei den meisten Patientinnen ist nur eine einzige Behandlung notwendig.
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