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Heavy Periods (Menorrhagia)
Gynäkologie

Starke Regelblutung (Menorrhagie)

Facharzt: Assist. Prof. Dr. Muzaffer Uçarer — Frauenheilkunde und Geburtshilfe · IVF und Reproduktionsmedizin  ·  Zuletzt aktualisiert: June 2026
Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte besprechen Sie Ihre individuelle Situation mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Starke Regelblutungen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und auf eine behandlungsbedürftige Grunderkrankung hinweisen. Eine gezielte Behandlung kann den Blutverlust reduzieren und weitere Beschwerden wie Regelschmerzen lindern. Die Menorrhagie ist für etwa 30 % aller gynäkologischen Beschwerden verantwortlich.

Ursachen

Starke Regelblutungen können durch verschiedene gynäkologische Erkrankungen verursacht werden, darunter Myome (Gebärmuttermyome), Endometriose, polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS), perimenopausale Veränderungen (Übergang in die Wechseljahre), dysfunktionelle Uterusblutungen, Polypen, Beckeninfektionen sowie in manchen Fällen eine Endometriumhyperplasie oder ein Gebärmutterkrebs.

Symptome

Zu den Anzeichen zählen ein übermäßig hoher Verbrauch von Tampons oder Binden, häufiges Durchbluten trotz Schutz, die gleichzeitige Notwendigkeit eines doppelten Schutzes sowie Erschöpfung während der Menstruation. Eine Frau verliert im Durchschnitt etwa 30 Milliliter Blut pro Zyklus; bei starker Regelblutung ist der Verlust mehr als doppelt so hoch.

Diagnose

Die Diagnose beginnt in der Regel mit einer Beurteilung der Beschwerden und einer gynäkologischen Untersuchung, gefolgt von weiterführenden Untersuchungen wie Ultraschallbildgebung, gynäkologischen Abstrichtests, Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) und einer Gewebeentnahme aus der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumbiopsie), um die zugrunde liegenden Ursachen zu ermitteln.

Behandlungsmöglichkeiten

Zu den Behandlungsansätzen gehören Verhütungspillen, Eisenpräparate bei Blutarmut (Anämie), die Mirena-Hormonspirale (IUS), Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) sowie operative Eingriffe. Die Klinik legt besonderen Wert auf eine individualisierte Behandlungsplanung, die auf die persönlichen Umstände der Patientin und ihren Kinderwunsch abgestimmt ist.

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Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen

Klinisch wird eine Menorrhagie als Blutverlust von mehr als 80 ml pro Zyklus definiert — praktisch bedeutet dies jedoch Regelblutungen, die den Alltag erheblich beeinträchtigen: starkes Durchbluten, häufiger Wechsel von Binden oder Tampons, Blutgerinnsel oder eine Blutarmut (Anämie). Wenn Ihre Regelblutung Ihren Alltag spürbar beeinträchtigt, ist eine gynäkologische Abklärung angezeigt.

Häufige Ursachen sind Myome (Gebärmuttermyome), Polypen, Adenomyose, hormonelle Ungleichgewichte (insbesondere bei PCOS oder in den Wechseljahren), Schilddrüsenerkrankungen, Störungen der Blutgerinnung sowie — seltener — ein Gebärmutterkarzinom. Eine genaue Diagnose ist die Grundlage für eine zielgerichtete Behandlung.

Die Optionen reichen von medikamentösen Therapien (Hormonspirale, Tranexamsäure, kombinierte Pille, Gestagene) bis hin zu operativen Eingriffen (hysteroskopische Entfernung von Polypen oder Myomen, Endometriumablation) — abhängig von der zugrunde liegenden Ursache, dem Schweregrad der Beschwerden und Ihrem Kinderwunsch.

Die Hormonspirale (Mirena/IUS) ist eine der wirksamsten Behandlungsoptionen bei starken Regelblutungen — bei den meisten Patientinnen reduziert sie den Blutverlust um 80–90 %. Sie bietet gleichzeitig eine empfängnisverhütende Wirkung und kann jederzeit entfernt werden, wenn ein Kinderwunsch besteht.

Viele Patientinnen können erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden. Ein operativer Eingriff wird in Betracht gezogen, wenn die medikamentöse Behandlung keinen ausreichenden Erfolg zeigt, eine strukturelle Ursache vorliegt (Myom, Polyp) oder eine definitive Behandlung gewünscht wird. Wo immer möglich, werden minimal-invasive Verfahren eingesetzt.

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