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ERPC - Evacuation of Retained Products of Conception
Gynäkologie

ERPC – Ausräumung von Schwangerschaftsresten

Facharzt: Assist. Prof. Dr. Muzaffer Uçarer — Frauenheilkunde und Geburtshilfe · IVF und Reproduktionsmedizin  ·  Zuletzt aktualisiert: June 2026
Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte besprechen Sie Ihre individuelle Situation mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die operative Behandlung einer Fehlgeburt gewährleistet die vollständige Entfernung von Schwangerschaftsresten aus der Gebärmutter. Unsere Spezialisten bieten erfahrene gynäkologische Betreuung und Unterstützung nach einer Fehlgeburt.

Wann ist eine ERPC notwendig?

Dieser Eingriff kann erforderlich sein, wenn ein Ultraschall den Verlust der Schwangerschaft bestätigt, der Körper jedoch noch nicht mit dem natürlichen Ausstoßungsprozess begonnen hat, wenn eine Fehlgeburt unvollständig verläuft und Schwangerschaftsreste zurückgeblieben sind, wenn natürliche Prozesse ausbleiben oder nicht gewünscht sind oder wenn medikamentöse Behandlungsansätze keine ausreichende Wirkung zeigen.

Ablauf des Eingriffs

Die Patientinnen erhalten eine Vollnarkose, bevor der etwa 15-minütige Eingriff beginnt. Ein Spekulum öffnet die Scheide, der Gebärmutterhals wird erweitert, und mit speziellen Instrumenten werden die Schwangerschaftsreste schonend entfernt. Zur Unterstützung kann eine Absaugung eingesetzt werden, um verbleibendes Gewebe zu beseitigen.

Erholung und Nachsorge

Nach dem Aufwachen können die Patientinnen Benommenheit sowie Krämpfe verspüren und Blutungen bemerken. Die klinische Überwachung dauert mindestens zwei Stunden. Aufgrund der Auswirkungen der Narkose muss die Heimfahrt durch eine Begleitperson organisiert werden. Leichte Alltagsaktivitäten können nach einer Woche wieder aufgenommen werden; die Rückkehr zum normalen Alltag richtet sich nach dem individuellen Wohlbefinden.

Mögliche Risiken

Zu den möglichen Komplikationen zählen starke Blutungen, Infektionen, Verletzungen der Gebärmutter oder des Gebärmutterhalses, eine unvollständige Gewebeentfernung, die einen erneuten Eingriff erfordert, sowie allergische Reaktionen auf die Narkosemittel. Obwohl diese Komplikationen selten auftreten, stellen unsere Spezialisten sicher, dass die Patientinnen vollständig über diese Risiken informiert sind.

Kontaktieren Sie UCARER Women’s Health, um Ihre Beratung bei Assist. Prof. Dr. Muzaffer Uçarer zu vereinbaren.

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Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen

Die ERPC (Evacuation of Retained Products of Conception, Ausräumung von Schwangerschaftsresten) ist ein operativer Eingriff zur Entfernung von Schwangerschaftsgewebe, das nach einer Fehlgeburt, einem Schwangerschaftsabbruch oder einer Entbindung in der Gebärmutter verblieben ist. Der Eingriff wird durchgeführt, um Infektionen und übermäßige Blutungen zu verhindern.

Nicht zwingend. Eine verhaltene oder unvollständige Fehlgeburt kann abwartend (Zuwarten auf den natürlichen Ausstoßungsprozess), medikamentös (Misoprostol zur Stimulierung der Ausstoßung) oder operativ mittels ERPC behandelt werden. Das geeignete Vorgehen hängt vom klinischen Befund, den Symptomen, den Wünschen der Patientin und der Dringlichkeit ab.

Unter Vollnarkose oder Dämmerschlaf wird der Gebärmutterhals behutsam erweitert und der Inhalt der Gebärmutter mittels Absaugung oder schonender Kürettage entfernt. Der Eingriff dauert ungefähr 10 bis 20 Minuten. Die meisten Patientinnen können noch am selben Tag nach Hause entlassen werden.

Bei den meisten Frauen setzt die nächste Regelblutung innerhalb von 4 bis 6 Wochen nach dem Eingriff ein. Die Fruchtbarkeit kehrt rasch zurück – viele Mediziner empfehlen, einen natürlichen Zyklus abzuwarten, bevor erneut versucht wird, schwanger zu werden. Dies dient in erster Linie der emotionalen Bereitschaft und erleichtert die Bestimmung des Schwangerschaftsalters bei einer Folgeschwangerschaft.

Die ERPC ist ein routinemäßiger Eingriff mit geringem Risiko. Seltene Komplikationen umfassen Infektionen (die durch eine Antibiotikaprophylaxe vorgebeugt werden), starke Blutungen und, in sehr seltenen Fällen, eine Gebärmutterperforation. Das Asherman-Syndrom (intrauterine Verwachsungen) ist ein seltenes Langzeitrisiko, das durch eine geeignete operative Technik minimiert wird.

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