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Pelvic Infections
Gynäkologie

Beckeninfektionen

Facharzt: Assist. Prof. Dr. Muzaffer Uçarer — Frauenheilkunde und Geburtshilfe · IVF und Reproduktionsmedizin  ·  Zuletzt aktualisiert: June 2026
Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte besprechen Sie Ihre individuelle Situation mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was sind Beckeninfektionen?

Eine Beckeninfektion (Unterleibsinfektion) betrifft den oberen Bereich des weiblichen Fortpflanzungssystems, einschließlich der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Eileiter. Obwohl die Symptome häufig mild sind, ist eine ärztliche Behandlung unerlässlich, um Komplikationen zu vermeiden. Eine unbehandelte Entzündung des kleinen Beckens (PID – Pelvic Inflammatory Disease) kann die Fruchtbarkeit dauerhaft beeinträchtigen.

Ursachen

Beckeninfektionen entstehen durch die Ausbreitung von Bakterien über die Scheide in die höher gelegenen Fortpflanzungsorgane. Obwohl diese Infektionen mitunter durch sexuell übertragbare Infektionen (STI) ausgelöst werden, können auch natürlich vorkommende Scheidenbakterien Probleme verursachen, wenn sie in andere Körperbereiche gelangen. Die daraus resultierende Entzündung aktiviert das Immunsystem und führt zu den charakteristischen Beschwerden.

Symptome

Häufige Anzeichen sind Unterleibsschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Schmerzen beim Wasserlassen, starke oder schmerzhafte Regelblutungen, Zwischenblutungen sowie ungewöhnlicher Scheidenausfluss. In schweren Fällen können hohes Fieber, akute Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen auftreten. Eine ärztliche Abklärung wird auch bei leichten Symptomen empfohlen.

Diagnose

Die Diagnose stützt sich auf die Beurteilung der Beschwerden, eine gynäkologische Untersuchung auf Entzündungszeichen und Druckempfindlichkeit sowie auf Laboruntersuchungen von Abstrichen aus Scheide und Gebärmutterhals zum Nachweis einer Infektion.

Behandlung

Die meisten Fälle sprechen auf eine Antibiotikatherapie an, die in der Regel über zwei Wochen oral eingenommen wird und gelegentlich durch injizierbare Antibiotika ergänzt werden kann. Eine frühzeitige Behandlung verhindert Komplikationen wie Narbenbildung in den Eileitern, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Risiko einer Eileiterschwangerschaft erhöhen könnte.

Vorbeugung

Reduzieren Sie das Rückfallrisiko durch konsequente Verwendung von Kondomen sowie durch ein Infektions-Screening vor invasiven gynäkologischen Eingriffen, wie etwa dem Einsetzen einer Verhütungsspirale (IUP/IUS).

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Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen

PID (Pelvic Inflammatory Disease) ist eine Infektion des oberen Fortpflanzungstrakts – Gebärmutter, Eileiter oder Eierstöcke –, die in der Regel durch sexuell übertragbare Bakterien (Chlamydien, Gonokokken) verursacht wird, die vom Gebärmutterhals aufsteigen. Eine rasche Behandlung ist unerlässlich, um langfristige Komplikationen zu vermeiden.

Zu den Symptomen zählen Schmerzen im Unterbauch, ungewöhnlicher Scheidenausfluss, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder beim Wasserlassen, Fieber und unregelmäßige Blutungen. Eine PID kann symptomlos verlaufen – insbesondere bei einer Chlamydien-Infektion –, weshalb ein regelmäßiges STI-Screening (sexuell übertragbare Infektionen) besonders wichtig ist.

Eine PID wird mit einer Antibiotikakur behandelt, die die wahrscheinlichen Erreger abdeckt. Auch Sexualpartner sollten getestet und behandelt werden. In schweren Fällen, die einen Krankenhausaufenthalt erfordern, werden intravenöse Antibiotika eingesetzt. Beckenabszesse müssen gelegentlich chirurgisch drainiert werden.

Ja. Jede PID-Episode erhöht das Risiko einer Narbenbildung in den Eileitern, was die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und das Risiko einer Eileiterschwangerschaft erhöhen kann. Eine frühzeitige Behandlung und regelmäßige Nachsorge verringern dieses Risiko erheblich. Eine Fruchtbarkeitsabklärung wird empfohlen, wenn nach einer PID-Diagnose eine Schwangerschaft ausbleibt.

Ein konsequenter Kondomgebrauch, regelmäßiges STI-Screening, eine zügige Behandlung jeder Infektion sowie Vorsicht bei Eingriffen, die die Gebärmutter betreffen (Einsetzen einer Verhütungsspirale (IUP/IUS), Hysteroskopie), bei aktiver Infektion – all das senkt das PID-Risiko.

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