Was sind Beckeninfektionen?
Eine Beckeninfektion (Unterleibsinfektion) betrifft den oberen Bereich des weiblichen Fortpflanzungssystems, einschließlich der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Eileiter. Obwohl die Symptome häufig mild sind, ist eine ärztliche Behandlung unerlässlich, um Komplikationen zu vermeiden. Eine unbehandelte Entzündung des kleinen Beckens (PID – Pelvic Inflammatory Disease) kann die Fruchtbarkeit dauerhaft beeinträchtigen.
Ursachen
Beckeninfektionen entstehen durch die Ausbreitung von Bakterien über die Scheide in die höher gelegenen Fortpflanzungsorgane. Obwohl diese Infektionen mitunter durch sexuell übertragbare Infektionen (STI) ausgelöst werden, können auch natürlich vorkommende Scheidenbakterien Probleme verursachen, wenn sie in andere Körperbereiche gelangen. Die daraus resultierende Entzündung aktiviert das Immunsystem und führt zu den charakteristischen Beschwerden.
Symptome
Häufige Anzeichen sind Unterleibsschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Schmerzen beim Wasserlassen, starke oder schmerzhafte Regelblutungen, Zwischenblutungen sowie ungewöhnlicher Scheidenausfluss. In schweren Fällen können hohes Fieber, akute Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen auftreten. Eine ärztliche Abklärung wird auch bei leichten Symptomen empfohlen.
Diagnose
Die Diagnose stützt sich auf die Beurteilung der Beschwerden, eine gynäkologische Untersuchung auf Entzündungszeichen und Druckempfindlichkeit sowie auf Laboruntersuchungen von Abstrichen aus Scheide und Gebärmutterhals zum Nachweis einer Infektion.
Behandlung
Die meisten Fälle sprechen auf eine Antibiotikatherapie an, die in der Regel über zwei Wochen oral eingenommen wird und gelegentlich durch injizierbare Antibiotika ergänzt werden kann. Eine frühzeitige Behandlung verhindert Komplikationen wie Narbenbildung in den Eileitern, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Risiko einer Eileiterschwangerschaft erhöhen könnte.
Vorbeugung
Reduzieren Sie das Rückfallrisiko durch konsequente Verwendung von Kondomen sowie durch ein Infektions-Screening vor invasiven gynäkologischen Eingriffen, wie etwa dem Einsetzen einer Verhütungsspirale (IUP/IUS).
Kontaktieren Sie UCARER Women’s Health, um Ihre Beratung bei Assist. Prof. Dr. Muzaffer Uçarer zu vereinbaren.
